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Sonntag, 24. August 2008

Vom Gedichte schreiben


Bild: Lawrence Alma-Tadema, Ein Lieblingsdichter, 1888, (zeno.org)

Vom Gedichte schreiben


Ein Dichter

Bleibt immer ein Dichter,

Auch wenn er schweigt.


Seine wichtigsten Botschaften

Stehen zwischen den Zeilen

Und sind

Wortlos.


Was sich mit Worten

Nicht sagen lässt,

Hörbar,

Lesbar

Und erfühlbar machen,

Will ein Gedicht.


Darum ist

Das Schreiben von Gedichten

Ein Stückchen

Magie und

Zauberei.


Kommentare:

giocanda hat gesagt…

Der Dichter gestattet den Worten sich zusammen zu fügen. Seine Hand ist nur williges Werkzeug. Er betritt eine Kammer, die für viele fest verriegelt ist. Dort liegen noch schlummernde Worte. Er spielt mit ihnen und erweckt sie zum Leben.

Liebe Grüße
Barbara

Helmut Maier hat gesagt…

Dichtung kommt ja von 'dicere'='sagen'. Aber auch das Diktum. Und das heißt z.B.: "Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt."
Dann lieber Schweigen als so ein Unsinn. Das sagt viel mehr.

Liebe Grüße
Helmut

Paul Spinger hat gesagt…

@Barbara: So ähnlich sehe ich das auch. Da kann sogar soweit gehen, dass das Schreiben fast "zwangshaft" geschieht, weil das Gedicht irgendwie schon da ist. Das aufzeichnen ist dann nur noch schlichtes Handwerk.

@Helmut: Dieser Blödsinn, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt werden müsse, ist mir auch extrem aufgestoßen. Das ist reinster Kolonialimperialismus.
Mit meinen Zeilen hat das allerdings nichts zu tun, (zum Glück). Ich meine auch ein ganz anderes Schweigen, als wie das, seinen Mund zu halten.

Vielen Dank für die Kommentare und liebe Grüße

giocanda hat gesagt…

Lieber Helmut, ich kenne noch so diktierte Unsinnigkeiten, Zusammengereimtes, Erdichtetes:

Friedenstruppen - in Afganistan

Auch die Russen "besetzen" gerade ein Land mit Friedenstruppen.

Ich glaube nicht, dass diese Wortschöpfungen aus der gleichen Kammer, von der ich in meinem Kommentar spreche, stammen.

Liebe Grüße an beide Dichter. Wir treffen uns in meiner "Wort"Kammer ;-)