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Sonntag, 28. September 2008

Der Lebensplan


Bild: Arthur Rackham, Die Nornen weben am Schicksal, 1912, (wikicommons.org)

Der Lebensplan

(Ferdinand Raimund lässt grüßen, „Das Schicksal setzt den Hobel an…“)


Du legst in deinem Großenwahn

Dir alles schön zu recht,

Hast diesen oder jenen Plan,

Und das machst du nicht schlecht.


Der Zufall schlägt erbarmungslos

Auf deine Pläne ein,

Grad darin ist er eben groß,

Sonst würd ´s kein Zufall sein.


Am Ende bleibt dir nur dein Ziel,

Der Plan ist für die Katz.

Drum mach für dich daraus ein Spiel,

Als Lebensplanersatz.


Kommentare:

Claudia Jo. hat gesagt…

Gerade gestern bekam ich gesagt, es gäbe keinen Zufall, nur ein Zusammenspiel von Umständen das wir Menschen nicht begreifen... (es gibt halt total sachliche Menschen)
Mir ist ein Leben mit Wundern und Geheimnissen lieber. Ich will nicht planen können, wann genau ein Ziegel vom Dach fällt...

Einmal mehr, lieber Paul, danke für ein inhaltsreiches Gedicht!

syntaxia hat gesagt…

Spontan mein Gedanke dazu:

Da hatte ich mir vorgenommen
Zu leben wie die Andern
Schaue nun zu wie es gekommen
Gedanken gehen wandern
Es steht in jenem Lebensbuch drin
Dessen Autor ich nicht bin
© o)~mm

..grüßt Monika

Helmut Maier hat gesagt…

Ein Ersatz-Spiel - kein Ersatzspiel!

Liebe Grüße
Helmut

Paul Spinger hat gesagt…

Danke für die Kommentare.

"Je planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall." - 21 Punkte zu den Physikern, Punkt 8 (geschrieben 1962); Werkausgabe Bd.7 (1998, S. 91 - Diogenes Verlag) Friedrich Dürrenmatt