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Mittwoch, 24. September 2008

Am Ende der Wanderung


Bild: Caspar David Friedrich, Wanderer über dem Nebelmeer, um 1818, (zeno.org)

Am Ende der Wanderung


Stur wandern, vorwärts bis zum Ziel,

Du hattest ´s dir geschworen.

Und unterwegs, wer fragt da viel? -

Jetzt fühlst du dich verloren.


Es fehlt dir etwas – irgendwie.

Du kannst es nicht beschreiben,

Wie Töne einer Melodie,

Die nicht im Ohre bleiben.


Das Ziel ist da. – Du selber auch?

Noch wandert dein Gefühl

Durch dichten Nebel und durch Rauch,

Weiß nicht mehr was es will.


Kommentare:

syntaxia hat gesagt…

Offensichtlich ist der Weg ein Ziel, wie schon oft zitiert.

Doch denke ich auch, dass wir nie am Ziel ankommen, denn jeder erfüllte Wunsch gebiert augenblicklich neue Wünsche.. wir sind schier unersättlich?!

..grüßt Monika

Claudia Jo. hat gesagt…

Guten Morgen, Paul,
ehe man sich versieht, wandern die Gedanken ihre eigenen Wege... Wir bemerken zunächst kaum, dass Tun und Denken voneinander abweichen und behalten - wie ein schweres Frachtschiff - den alten Kurs bei.
Mitunter führt uns unbelehrbare Sturheit zu Zielen die eigentlich gar keine mehr sind. LG

Paul Spinger hat gesagt…

Danke für die Kommentare. Der Gedanke dazu kam mir beim Lesen von Marie Ebner-Eschenbach:"Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel." - Aphorismen. Aus: Schriften. Bd. 1, Berlin: Paetel. 1893. S. 88

Liebe Grüße