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Mittwoch, 22. Oktober 2008

Das letzte Hemd


Bild: Joseph-Noel Sylvestre, Senecas Tod, 1875, (wikicommons.org)

Das letzte Hemd

(Beim Lesen von Seneca)


Sich selber fremd und immer fremd,

Man kann sich dran gewöhnen,

Trägt arrogant das letzte Hemd,

Anstatt sich zu versöhnen,


Versöhnen mit der Welt und sich,

Und ohne zu verstecken,

Wie auf der Welt ganz fürchterlich

Die Menschen oft verrecken,


Dass man am Ende gar nichts weiß,

Auch wenn man ständig plant,

Und sich bewegt und dreht im Kreis,

Den man nur leise ahnt,


Das letzte Hemd ganz taschenlos,

Und eine Nummer größer,

Man wartet darin nackt und bloß,

Worauf? Auf den Erlöser.


Kommentare:

syntaxia hat gesagt…

Dann möchte ich einmal mit Seneca schreiben,
frage mich, ob es auch übertragbar auf ein Leben gilt:

Man soll das Jahr nicht mit Programmen beladen
wie ein krankes Pferd.
Wenn man es all zu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich schrecklich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat.
Es nützt nicht viel sich rot zu schämen.
Es nützt nicht und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vor zu nehmen.
Lasst das Programm und bessert euch drauf los!

(Seneca)

..grüßt Monika

Winblad hat gesagt…

Habe diesen 5 Jahre alten Beitrag eben gefunden, weil ich nach dem Kästner-Gedicht gesucht habe.
Seneca? Oder verstehe ich was nicht?
Happy New Year!