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Sonntag, 23. November 2008

Worte im Schnee


Bild: Anna Bilinska-Bohanowiczowa, Blick aus dem Fenster des Wintergartens, 1877, (wikicommons.org)

Worte im Schnee


Schreibt euch Worte!

Ja ihr Silben,

Schreibt und beschallt

Den leeren Raum.


Aber beschallt leise,

Würdig und streng

Als Worte.

Seid leise,

Seid euer würdig.

...


Kommentargedicht von Helmut Maier:


Würdeheischende Schneeflächen,
wortetragende,
Leere schaffend
immer wieder aufs Neue,
aber bereit
stets dem Würdigen.

Copyright: Helmut Maier



Kommentargedicht von Herman Josef:


schneeflüsse trieben
ungehindert über ausfallstrassen
verschwanden im nichts
dehnten sich steinfelder
im verborgenen von flussniederungen
schlingerten ausgesetzte gedanken
im unsicheren wind
mündeten kahle wurzeln
hinter der weisskalten zeit



Copyright: Herman Josef Schmitz





Kommentare:

Helmut Maier hat gesagt…

Würdeheischende Schneeflächen,
wortetragende,
Leere schaffend
immer wieder aufs Neue,
aber bereit
stets dem Würdigen.

Liebe Grüße
Helmut

Helmut Maier hat gesagt…

Danke für die Hervorhebung meines Kommentars

und liebe Grüße
Helmut

schreibtalk hat gesagt…

Schöne Parallelgedichte!

Gratuliere, Paul, Helmut!

Lieben Gruß
ELsa

Paul Spinger hat gesagt…

Stimmt Elsa! Die beiden sollte man zusammen lesen.

Helmut Maier hat gesagt…

Ich verweise übrigens auf die Änderung von "dem" zu "den" in meiner Version des Kommentargedichts auf http://www.maierlyrik.de/blog/2008/11/24/schneeflaechen/
nach Barbaras berechtigter Nachfrage.

Sie ist bedeutend!

Paul Spinger hat gesagt…

Lieber Helmut,

ich lasse das so stehen, denn beide Fassungen haben ihre Berechtigung. Es ist aber erstaunlich, dass ein einziger Buchstabe si bedeutsam den Sinn ändern kann.

Hermann Josef hat gesagt…

Hallo Paul,

das Gedicht von Helmut hat wieder auf andere Art und Weise seine Spuren bei mir in Verbindung mit einer Gehreise an der Emme im Schnee hinterlassen und so mag ich Dir meine Fortführung gerne hinterlassen:

schneeflüsse trieben
ungehindert über ausfallstrassen
verschwanden im nichts
dehnten sich steinfelder
im verborgenen von flussniederungen
schlingerten ausgesetzte gedanken
im unsicheren wind
mündeten kahle wurzeln
hinter der weisskalten zeit


Hermann Josef Schmitz


Herzliche Grüsse von
Hermann Josef