Tagebuch - nicht nur meiner literarischen Arbeiten

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Samstag, 1. November 2008

Ich, armer Poet


Bild: Carl Spitzweg, Der arme Poet, 1839, (wikicommons.org)

Ich, armer Poet


Wenn ich morgen früh erwache,

Und es regnet immer noch,

Bleibe ich hier unterm Dache. -

Aber dichten tu’ ich doch!,


Bleib den ganzen Tag im Bette,

Lasse fünf gerade sein,

Dreh mir eine Zigarette

Und bestell die Muse ein:


„Liebe Muse, kannst du bleiben?

Hier im Zimmer ist noch Platz,

Denn ich brauche dich zum Schreiben,

Für die Worte, für den Satz.“


Wie lang wird sie wohl verweilen? –

Ach es regnet immer schlimmer,

Irgendwann wird sie enteilen,

Und ich bin allein im Zimmer.


Seufz!


Wenn ich durch die Wälder schleiche,

Eingemummt von Kopf bis Fuß,

Bin ich bald an meinem Teiche:

„Von der Muse einen Gruß!“


Kommentare:

syntaxia hat gesagt…

...dann freue ich mich bald zu lesen, dass die Teichgedichte in Buchform fertig sind, damit ich sie zur Hand nehmen kann, wenn mir danach ist! :-)

..grüßt Monika

schreibtalk hat gesagt…

Hihi lieber Paul,

zu dem Spitzweg habe ich auch eins gedichtet, was ich dir nicht vorenthalten mag:

Ich bin Poet!

Was ficht mich an die schnöde Welt?
Mit ihrer Habsucht, Gier nach Geld!
Zu Höherem bin ich geboren,
das hab ich mir schon früh geschworen.

Das Dichten ist meine Passion,
Gedankenflüge mein bester Lohn.
Stundenlang bin ich auf der Reise,
ist’s ringsum laut, dann brülle ich: Leise!

Mein wahres Leben ist im Kopf.
Bin für die andren ein armer Tropf,
die ja nur am Außen hängen,
ich lass mich davon nicht bedrängen.

Ich reite auf dem Pegasus,
erfinde Reime mit Genuss.
Mit Leib und Seel’ Poet ich bin,
das ist für mich des Lebens Sinn.


LG
ELsa

Helmut Maier hat gesagt…

Raus in die Natur zieht's uns halt doch immer wieder - nolens volens.

Liebe Grüße
Helmut

Paul Spinger hat gesagt…

Vielen Dank für Eure Kommentare, besonders auch für das Kommentargedicht, liebe Elsa.

Übrigens hat auch der Maler Carl Spitzweg selbst gedichtet. Hier eines seiner Gedichte:

Ich als Dichter


Wenn ich den Tag schon opfre doch
Rein nur Vergnügens Sachen,
So will ich wenigst' abends noch
Ein klein Plaisir mir machen.
Ich bitt' du musst nun hier vor all'n
Auf jeden Scherz verzichten;
Am Tage nämlich tu ich mal'n,
Und abends tu ich dichten.
Ich dicht' auch emsig jeden Tag,
Nicht ohne ihn zu malen,
Ganz gleich, wenn es zuletzt auch mag
Gar manchem nicht gefallen.
Gehör' zur Zahl der Dutzenddichter
Und will auch für die Zeilen nichts,
Das Honorar in Weis' in schlichter,
Bereits bezahlt ist's mir - ich dicht's.
Zum täglich Brot gehört mir Dichten,
Und bring' ich's auch nicht zu Papier,
Muss auf Verleger ich verzichten -
Der Selbstverlag bleibt selig mir.


Carl Spitzweg

Liebe Grüße an Euch alle.

schreibtalk hat gesagt…

Ha! Auch damals schon musste man zum Selbstverlag greifen? Schau, schau ...

Frohe Grüße,
ELsa