
Bild: August Macke, Abschied, 1914
(zeno.org)
Abschied
(Neufassung des Gedichts von 1986)
Die Tage waren verdunkelt,
Es herrschte ein langer Regen.
Und jedes Lichtlein das funkelt,
Das konnte sich kaum bewegen.
Du lachtest mit heißerem Lachen,
Die Kerze ging an und ging aus,
Du wolltest es heller nicht machen,
Das Dämmerlicht war auch im Haus.
So regnete es immer weiter,
Das Lichtlein blieb ganz auf der Stelle.
Du lachtest: „Es ist wohl gescheiter,
Ich such eine andere Quelle.“
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