Tagebuch - nicht nur meiner literarischen Arbeiten

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Sonntag, 21. Juni 2009

Der Parkplatz – (Boulevardskizzen 27)


Foto: Parkplatz mit einer einbetonierten Pinie bei Monte San Biagio, Italien, Mai 2009, (wikicommons.org)

Der Parkplatz – (Boulevardskizzen 27)


Ein leerer Parkplatz

Am frühen Sonntagmorgen

In der Stadt –

Von Menschen

Erzeugte Wüste,

Die die ganze Sinnlosigkeit

Ihres Strebens zeigt.

Schamlose, brutale Öde,

Ohne jedes kleinste

Stückchen Anmut.


Fassungslos,

Hilflos, fast wütend

Sehe ich diesen Schandfleck

Zum hundertsten Mal,

Und habe kein

Mitleid mit uns.


Kommentare:

LitTalk hat gesagt…

Es ist das Unverständnis der südlichen Völker an der Natur. Was die Natur betrifft, so sind und waren nicht nur ihre Häuser aus Stein, sondern auch ihre Herzen. Sie leben in ihren Städten - fern der Natur. So in Südtirol: die Italiener in den Städten, die deutschsprachigen Südtiroler auf den Bergen, oder: die Italiener an der Küste Friauls, in Triest - die Slowenen auf den Hängen des Karsts bzw. den Bergen. Sie kennen keinen heiligen Hain - können mit Holz nichts anfangen - außer sie holzten die Wälder ab für den Schiffsbau oder als Pfähle für die Stadt Venedig. Ihre Statuen sind aus Marmor.
tjm.

Paul Spinger hat gesagt…

Vielen Dank für den Kommentar. - Das ist mir zu kurz gegriffen. Wir, denen man eine fast religiöse Beziehung zum Wald nachsagt, oder die Japaner mit ihrem mystischen Verhältnis zur Natur, gehen mit der Umwelt genauso verbrecherisch um, wie die anderen Völker, die in ähnlichen Systemen leben.

Liebe Grüße