Tagebuch - nicht nur meiner literarischen Arbeiten

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Sonntag, 25. Juli 2010

Faust und Leibniz


Bild: Johann Friedrich Wentzel der Ältere, Porträt von Gottfried Wilhelm Leibniz, um 1700, (wikicommons.org)

Heute feiert meine Website „Paul‘s Welt der Lyrik“ ihren

Dreißigtausendsten Besucher. Aus diesem Anlass ein

Gedicht aus den „Gestdorfer Gedichten“:


Faust und Leibniz


Nichts ist tot im Universum,

Nichts liegt brach, ist unfruchtbar,

Überall Bewegung, darum

Nicht das Kleinste unteilbar.


Jene alten Elemente,

Feuer, Erde, Wasser, Luft,

Sind nicht dumpfe Rudimente

Aus der Alchemistengruft.


Sie sind da, sie existieren,

Mit der Seele zu erfassen.

Und das Neue zu verstehen,

Heißt doch nicht das Alte lassen.


Aus der Alchemistenküche

Kam das Wissen der Moderne,

Nicht nur dumpfe Zaubersprüche

Und Orakelei der Sterne.


Um das Denken zu verändern

Braucht es Spiel, Versuch und Sehnen

Nach den unbekannten Ländern,

Die den eig´nen Maßstab dehnen.


Jener trockenen Empirik

Fehlt zu oft Herz und Gefühl.

Streben ist zu wenig gierig,

Wenn es nicht fühlt, was es will.


Jene ungeheuren Tiefen,

Die ich lesend hier ertaste,

Find ich, weil sie lang schon schliefen,

Lang bevor ich sie erfasste.


Kommentare:

syntaxia hat gesagt…

Ich gratuliere zu dieser stolzen Zahl, lieber Paul!

Möge die Zahl weiter wachsen, es ist verdient!

..grüßt dich Monika

Paul Spinger hat gesagt…

Herzlichen Dank für Deine Glückwünsche.