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Mittwoch, 14. Mai 2008

Die rote Nelke


Bild: Katsushika Hokusai, Flundern und Nelken, 18./ 19. Jh., (zeno.org)

Die rote Nelke

Warum hast du denn die Blüte
Ohne jeden Sinn gebrochen,
Statt in etwas Herzensgüte
Einfach nur daran gerochen?

Gib es zu! Du dachtest ja,
„Nur für mich sind diese Nelken“,
Und jetzt siehst du was geschah;
Sie sind tot und sie verwelken.

1 Kommentar:

Gabriele Brunsch hat gesagt…

Warum hast du denn die Blüten
Ohne jeden Sinn gebrochen,
Statt mit etwas Herzensgüten
Einfach nur daran gerochen?

...warum hast du denn die Blüte
ohne jeden Sinne gebrochen,
statt mit etwas Herzensgüte
einfach nur daran gerochen?

...nur der Singular würde die etwas gespreizte Herzensgüten, die es ja nu mal nicht wirklich im Sprachgebrauch gibt, vermeiden.

Spät nach Mitternacht, noch immer den Mantel von Bild und Co. um die Schulter, versuche ich sachlich zu sein.

Ich habe den "Schreibtisch..." wieder eingestellt und möchte Dich fragen, ob ich zu Deiner Blogseite auch noch Deine "Lyrik-Site" auf meiner Homepage "kunst-frau" verlinken darf.

Schau Dir das Gedicht bitte noch einmal an - es ist nur in winzigen Details anders, aber jetzt kann ich es gut vertragen.

Ich habe heute Morgen ein Haus gesucht, in dem ich vor fast einem halben Jahrhundert gewohnt habe...
es war nicht mehr da, man hat in die enge, winzige Dorfenge einen Siedlungswohnblock mit 8 Parteien gezwängt... erschreckend!
Da oben, dort war mein Zimmer, der Ausblick wäre noch der selbe, aber das Zimmer selbst gibt es nicht mehr.
Dann Wohnblocks, Supermärkte, Straßen, Staßen, breit und wild befahren, Herzensenge und Herzensangst... was geschieht denn da, da, wo einst die kleine Welt stillstand, und sich selber finden konnte, weil der Wald und die Gärten drumherum Grün waren, weil der Puls der Natur mit dem Puls der Menschen in Einklang war.
Ich fuhr über Brücken, durch Einkaufspassagen, ein gigantisches Rathaus, für einen Ort in Miniatur, einst!!
Wie von einem anderen Stern kam ich heruntergesegelt, und war verwirrt.
Das dachte ich ja schon oft, dass wenn wir nach Jahrhunderten zurückkämen um die Welt zu betrachten erstaunt wären...
Aber dass die Veränderung so drastisch schnell geht, in so kurzer Zeit, und so zum Negativen, das hat mich wiedermal mächtig erschüttert...
und ich traf einige Menschen in der Straße: und keiner sprach richtig Deutsch...
und das... in Baden Würthemberg. Vielleicht wäre die Straße, wenn nicht so, sonst gar nicht mehr bewohnt, trotz Supermarkt und Gigantismusbestrebung?

Wer weiß die Antwort?

Liebste Grüße,
Gabriele