
Bild: Theophile Alexandre Steinlen, 1913 (zeno.org)
Wenn man seine Ruhe möchte
(von 1989 - Neufassung)
Meine Freundin schläft ganz leicht,
Und ich möchte sie nicht wecken.
Doch die eine Decke reicht
Nicht um beide zuzudecken.
Leise steh ich auf und gehe
In die kalte Küche runter.
Das Geschirr, das ich da sehe,
Macht mich schließlich beinah munter.
Viele Gläser, leere Flaschen,
Irgendeinen gibt es immer,
Der muss in die Teller aschen.
Letztes Mal war es noch schlimmer.
Doch ich such nur eine Decke,
Will zurück in meinen Hafen,
Hoff, dass ich die Frau nicht wecke,
Denn ich möchte weiterschlafen.
Sie ist wach und sitzt am Bette,
Fragt, wo ich gewesen sei,
Möchte eine Zigarette:
Mit der Ruhe ist ´s vorbei.
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