Bild: Aubrey Beardsley, Das Pfauenkleid,
1892, (zeno.org)
Das Kleid
Längst schon hast du es entsorgt,
Jenes wunderbare Kleid;
Von wem hattest du ´s geborgt? -
Seltsam war sie, jene Zeit.
Deine Wünsche hingen dran,
Deine Hoffnung, deine Träume,
Bis du dachtest irgendwann,
Das sind alles hohle Schäume.
Jetzt siehst du auf alten Mauern,
Träume sterben nie, sie leben!
Und sie werden überdauern,
Ohne sie würd ´s gar nichts geben.
Ach das Kleid! Du warst noch jung,
Hattest alle Illusionen;
Jetzt hat jede einen Sprung –
Nur die Träume wirst du schonen.
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