Mittwoch, 3. Oktober 2012

Im Sumpf



 Bild: Gustav Klimt, Der Sumpf, 1900, (zeno.org)

Im Sumpf

So mancher Mensch hat nichts zu tun,
Als sich vom Ausruhn auzuruhn.
Was ihn dabei am meisten schlaucht:
Er wird von niemandem gebraucht.

Es wird ihm alles viel zu viel,
Er denkt, das Leben hat kein Ziel.
Und irgendwo, und irgendwann
Fängt er aus Frust das Saufen an.

Das Dasein wird ihm schal und dumpf,
Er flüchtet sich in seinen Sumpf.
Da bleibt er, bis er nicht mehr kann,
Und fängt – vielleicht – von vorne an.

Wenn er dann aus dem Moder taucht,
Wird er ja von sich selbst gebraucht,
Die dunklen Schatten will er nicht,
Und ist sich selbst sein hellstes Licht.


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