Freitag, 9. September 2011

Die Verlorenen der Stadt


Bild: Mattäus Schiestl, Die Almosen der Armen, 1903, (wikicommons.org)

Die Verlorenen der Stadt


Keiner schläft im Park auf Bänken,

Wenn er eine Bleibe hat,

Lässt sich vor der Tafel kränken,

Als Verlorener der Stadt.


Niemand aber hat Bedenken,

Der die Armut selber kennt,

Einem Bettler was zu schenken,

Grade wenn er draußen pennt.


Darum reden viele Arme

Lieber ihresgleichen an. -

Dass ein Reicher sich erbarme,

Hoffen sie nur dann und wann.


Dass im Trockenen und Warmen

Jemand seinen Nächsten liebt - - -

Aber Geben unter Armen

Ist das Größte was es gibt.




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