Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der Wächter am Teich


Bild: Eduard Köster, Teich am Rand einer kleinen Stadt, vor 1910, (wikicommons.org)

Der Wächter am Teich

Ein programmatisches Gedicht


Alte Träume will ich hüten,

Dass sie nicht im Schlaf vergehn,

Wie die sommerlichen Blüten,

Wenn die Winde kühler wehn.


Mit den Elfen will ich tanzen,

Wenn es Zeit zum Schlafen ist,

Dass die ältesten Romanzen

Man bei neuen nicht vergisst.


Über Schatten will ich springen,

Wenn die Sonne untergeht,

Wenn die Lieder leiser klingen

Und sie keiner mehr versteht.


2 Kommentare:

  1. "Wenn die Lieder leiser klingen
    Und sie keiner mehr versteht." - dann bleibt "nur" noch das reine Fühlen. Das ist schön.

    Liebe Grüße
    Helmut

    AntwortenLöschen
  2. Lieber Helmut, herzlichen Dank, dass Du diesen Aspekt noch einmal verdeutlichst.

    AntwortenLöschen