Montag, 7. Juni 2010

Vom Sparen


Bild: Rembrandt Harmenszoon van Rijn, Der reiche Narr, 1627, (wikicommons.org)

Vom Sparen


Manchmal fehlt mir Wurst und Käse,

Aber kaum das täglich Brot.

Darum lautet meine These:

Das ist keine echte Not.

Ich verstehe nichts vom Sparen,

Und dem Geiz, dem sonderbaren.


Die berühmte hohe Kante

Kann ich leider nicht erreichen,

Und das Sparen, das geplante,

Ist nur etwas für die Reichen.

Ich hab keinerlei Bedenken,

Auch das letzte zu verschenken.


Warum sollte man besitzen,

Was die andern haben wollen,

Und aus lauter Sorge schwitzen,

Weil dann alle Neider grollen?

Eigentum ist eine Last,

Wenn es nicht zu einem passt.


Wenn ich mal aus reiner Freude

Die paar Kröten, die ich habe,

Ohne jeden Grund vergeude,

Ist es eine schöne Gabe,

Diesen Unsinn zu genießen.

Das lass ich mir nicht vermiesen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen