Samstag, 17. Oktober 2009

Oktobernacht


Bild: Carl Spitzweg, Der eingeschlafene Nachtwächter, um 1875, (wikicommons.org)

Dunkel sind ja nicht die Nächte,

Sondern diese schweren Tage,

Nur die grauen Alltagsmächte

Stellen jeden Sinn in Frage.


Oktobernacht


Der Himmel sternt sich durch die Wolken.

Es weht ein rauer, kalter Wind.

Im Halbschlaf krächzt ein Rabe.

Wenn alle Fenster dunkel sind,

Und ich den Tag vergessen habe,

Ergreift die Unrast ferner Worte

Mich selbst; sie werden wie der Wind

Mein Eigentum, sind Heimatorte,

Auch wenn sie längst vergessen sind;

Der Himmel sternt sich durch die Wolken.


2 Kommentare:

  1. Paul, dieses Gedicht fällt ganz tief in die Seele...lächel...



    ein feines Wochenende für dich

    herzlich, Rachel

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  2. Herzlichen Dank Rachel, auch Dir ein wunderschönes Wochenende.

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