Donnerstag, 16. Juli 2009

Im Hochsommer


Bild: Eduoard Bisson, Sommer, 1909, (wikicommons.org)

Im Hochsommer


Wie der große Sommer lacht!

Seine schweren, heißen Farben

Sind aus Überfluss gemacht;

Es verneigen sich die Garben


Vor dem Klatschmohn, vor der Warte.

Jede blaue Blume blüht. -

Wie das Heidekraut, das zarte,

Jetzt schon in der Sonne glüht!


Und die Hitze wird mir bitter

In den oft zu heißen Tagen;

Bringt die Sehnsucht ein Gewitter?,

Denn dann könnte ich ´s ertragen.


Fernweh kriecht durch alle Felder;

Lust auf Schatten lenkt die Schritte

In die Tiefe alter Wälder;

Das ist meine Sommermitte.


7 Kommentare:

  1. Das ist so ganz ein Gedicht nach meinem Herzen, mit all der feinen Beobachtungsgabe und der Liebe zum Detail und zur Natur als großes Ganzes. Wunderschön bildhaft vermittelt, sehr geschwelgt.

    glutvolle, sommerliche Bilder in schöner Sprache zu einer gelungenen Einheit verwoben.

    Sommermorgengrüße
    von veredit

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  2. "Es verneigen sich die Garben
    Vor dem Klatschmohn, vor der Warte."

    Das hat mir besonders gut gefallen; das Gedicht insgesamt aber auf jeden Fall auch. Doch der Sommer als Wegwartenzeit liegt mir besonders am Herzen.

    Liebe Grüße
    Helmut

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  3. Eure Kommentare tun so richtig gut, vielen Dank dafür.

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  4. WUnderschönes Gedicht, lieber Paul!

    LG
    ELsa

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  5. Freut mich, wenn es Dir gefällt. Danke schön.

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  6. fein gedichtet. gerne gelesen. lg. A

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  7. Auch Dir herzlichen Dank.

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