Dienstag, 10. März 2009

Was der Dichter sagt


Bild: Mary Evelina Kindon, Das Gedicht, um 1900, (wikicommons.org)

Was der Dichter sagt


Nehmt aus meinen vielen Wörtern

Was ihr findet, was gefällt.

Gerne könnt ihr sie erörtern,

Die Gedichte meiner Welt.


Aber lasst die Wörter stehen

Wie sie sind und wie sie wirken.

Wenn wir helle Eichen sehen,

Sagt mir nicht, es seien Birken.


Schiebt mir keine Wörter unter,

Die ich nicht geschrieben habe.

Meine Lieder sind viel bunter

Ohne diese dunkle Gabe.


Wo die Wörter sich verschenken

Ist ja Platz für viele Lieder.

Und im Fühlen und im Denken

Findest du sie in dir wieder.


2 Kommentare:

  1. Die Wörter sie sollen lassen stahn - mit ihren Geist und Gaben!
    Genau! :-)

    Liebe Grüße
    Helmut

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