Freitag, 12. September 2008

Ja und nein


Bild: Peter Paul Rubens, Das Haupt der Medusa, um 1617/18, (wikicommons.org)

Ja und nein


Ich mag die Wärme deiner Augen! -

Und fürchte ihre Eiseskälte,

Wenn sie sich tief nach innen saugen,

Was viel mehr schmerzt als jede Schelte.


Ich mag die Sanftheit deines Blicks,

Wenn du dich nach Berührung sehnst,

Und fürchte, dass du hinterrücks

Dich an den nächsten besten lehnst.


Ich liebe dich, ich hasse dich;

Das ist so nah beisammen,

Doch für den ersten Nadelstich,

Da könnt ich dich verdammen.


5 Kommentare:

  1. Man muss den Mut haben, das JA so stark werden zu lassen, dass ihm die Angst vor dem NEIN nicht so leicht den Wind aus den Segeln nimmt. Zur Liebe gehört Mut!
    Ein wunderschön wahres Gedicht, das tief in die Seele blickt.

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  2. Lieber Paul,

    ja, das ist wundervoll geschrieben.

    Auch das von der kleinen Silbe mag ich sehr, mein Kommentar wollte das aber offenbar nicht preisgeben - er ist im Äther verloren gegangen. Vielleicht kommt dieser an?

    Herzlich
    ELsa

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  3. Die Sprachlosigkeit der nichtverbalen Kommunikation - Dein Text, lieber Paul, spricht das hervorragend innig an.

    Liebe Grüße
    Helmut

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  4. Zur Liebe gehört Auseinandersetzung, man muss sie durchstehen können. Das ist manchmal ganz schön nervig ;-)

    Gruß
    Barbara

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  5. So viel innige Kommentare, mir wird ganz warm ums Herz. Ich danke Euch!

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