Mittwoch, 4. Juni 2008

Über "schwere" Gedichte


Bild: Der eingeschlafene Dichter August Strindberg an seinem Schreibtisch
, Fotografie eines Zeitgenossen, (zeno.org)

Über "schwere" Gedichte

Wir schreiben manchmal drum herum,
Nicht immer ganz direkt.
Und wenn uns jemand fragt, „warum?“,
Dann bleiben wir bedeckt.

Wir legen nicht von Anfang an
Gleich alle Karten offen,
Weil wir beim Leser dann und wann
Auf ´s Miterleben hoffen.

Und manches Wort ist eben so:
Man hört es einfach läuten.
Da trennt sich nicht das Korn vom Stroh,
Und was soll dann das Deuten?

1 Kommentar:

  1. Gedichte leben hier und da
    Von Frage mehr als von Antwort
    Was Leser liest, was Dichter sah
    Sind selten nur derselbe Ort

    Doch ist modern der Wortsalat
    Gefordert ist viel Intellekt
    Ernste Lyrik... in der Tat
    Hält den Sinn oft sehr versteckt

    Gruß
    Petros

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