Mittwoch, 20. Februar 2013

Glückliche Lebewesen?



Julio Romero des Torres, Allegorie des Glücks, um 1920, (wikicommons.org)

























Glückliche Lebewesen?

Wenn ich mir mal ein Schnitzel leiste,
Das tut nun wahrlich selten Not,
Dann bin ich mindesten im Geiste,
Wie jeder Mensch ein Schlagetot.

Von Pflanzen, Fischen oder Tieren
Ernährt sich schließlich jedermann,
Sonst muss er jämmerlich krepieren,
Weil er von Luft nicht leben kann.

So fressen wir die Lebewesen,
Und denken meistens nicht daran,
Ob sie wohl jemals froh gewesen;
Und was, wenn nicht, ja was ist dann?

Es weiß doch jeder, was ich meine,
Ob vegetarisch oder nicht,
Wir essen Pflanzen, Fische, Schweine,
Und nennen unser Mahl Gericht.
 

3 Kommentare:

  1. Im Grunde ein sehr simpler Gedanke und dennoch, ist er mir bisher so nie gekommen.
    "Der Richter" ist wohl das natürliche Wesen, das ja nicht nur im Menschen inne wohnt.
    So sollten wir zu mindest dankbar sein, das wir zu Essen haben, auch wenn stets etwas vergehen muss, damit wir weiterhin fortbestehen können. Und zu guter letzt, erfüllen ja wir die Rolle, als Gericht zu Enden, wenn sich tief im Erdreich die Würmer über unsere Überreste hermachen. Das tröstet mich ein wenig.

    Zum Werk, kann ich nur sagen, das es wie immer ein hervorragendes Werk ist, wie man es von Dir gewohnt ist.

    Ich wünsche Dir noch einen erholsamen Tag.

    Liebe Grüße,

    Steven

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  2. Herzlichen Dank für Deinen lieben Kommentar. Auch Dir einen wunderschönen Tag!

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  3. lieber Paul,

    darf ich dieses Gedicht in meiner Kinder-Gedichte-Welt veröffentlichen?

    Steven hat meine Gedanken so gut bereits aufgeschrieben, dass nur noch meinen Namen drunter setzen brauch ...

    ganz liebe Grüße
    isabella

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