Freitag, 9. Juli 2010

Vergesslichkeit


Bild: Georges Roussin, Im Studio eingeschlafen, 1889, (wikicommons.org)

Vergesslichkeit


Was wir letztes Jahr gegessen,

Haben wir schon längst vergessen.

Wir vergessen unsre Sünden;

Wenn wir ´s Gegenteil verkünden,

Ist das müßiges Geschwätz,

Denn es gilt da ein Gesetz:


Alle Menschen sind vergesslich.

Das ist nämlich unerlässlich,

Denn sonst würden wir verzagen,

Könnten nicht mehr fernsehgucken,

Klaglos diesen Müll dort schlucken,

Nein, wir müssten ´s hinterfragen.


Viele Leute, die wir trafen,

Die vergessen wir im Schlafen,

Das ist sicher zu begrüßen.

Um das Leben zu versüßen,

Kann man dabei herrlich träumen,

Und muss kaum etwas versäumen.



2 Kommentare:

  1. Ich liebe diese Gedichte von Dir und dieses hier werde ich bestimmt so schnell nicht vergessen!


    dahingeschmolzener Gruß, da kein Gewitte in Sicht ...

    Isabella

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  2. Liebe Isabella, ich liebe Deine Liebe zu meinen Gedichten. Ganz herzlichen Dank und liebe Grüße

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