Montag, 24. August 2009

Verlockung bei der Wanderrast


Bild: Pietro Longhi, Die Polenta, um 1740, (wikicommons.org)

Verlockung bei der Wanderrast


Weil aus einer Gasthausküche

Mittelmeerische Gerüche

Duftend auf die Straße schweben,

Werde ich mich nicht genieren:

Diese Kost muss ich probieren,

Denn was kann es bessres geben!


Parmesan und Artischocken,

Wie sie mich ins Gasthaus locken!

All die herrlichen Gerichte,

Pasta, Paprika, Tomaten,

Mit Olivenöl gebraten,

Machen Fasten gleich zunichte.


Ach, ich wollte auch nicht fasten,

Wollte nur ein bisschen rasten,

Nur bei meiner Vesper sitzen.

Aber jetzt will ich hier essen,

Ruhig mein Vesperbrot vergessen,

Und bei der Polenta schwitzen.


3 Kommentare:

  1. Essen ist ein Genuss, sondern vor allem eine Kunst. Hohe Kunst.

    Perdão pela língua que nem alemã é...

    AntwortenLöschen
  2. Essen sollte alle Sinne ansprechen, auf dem Bild wird dies sehr deutlich...

    Dein Gedicht macht Hunger;-)))

    al, Rachel

    AntwortenLöschen
  3. Herzlichen Dank für Eure Kommentare, die den Wert guten Essens unterstreichen.

    AntwortenLöschen