Montag, 3. August 2009

Sommerillusion


Bild: Egon Schiele, Schieles Wohnzimmer in Neulengbach, 1911, (wikicommons.org)

Sommerillusion

(Das Gedicht entstand nach Anregung durch das Gedicht

„Es ist nicht so“ von Elsa Rieger)


Es ist nicht so, dass ich sie brauche;

Na ja, ein kleines bisschen schon.

Ich sitze vorm Kaffee und rauche

Und sehn mich nach der Illusion.


Die Frauen tragen Sommerkleider;

Ich sehe der und jener nach.

Am Abend bin ich aber leider

Wieder allein im Schlafgemach.


Ich schäl’ mich schnell aus meinem Hemd,

Denn es ist Sommer, heiß, ich schwitze,

Und bin mir selber beinah fremd,

Weil ich hier so alleine sitze.


Es ist nicht so, dass ich sie wollte;

Na ja, ein kleines bisschen schon.

Dann sage ich zu mir, ich sollte

Das Bett beziehn - zur Illusion.


4 Kommentare:

  1. Entzückend, lieber Paul!

    Von der Güte eines Erich Kästners, mindestens!

    Herzlich,
    ELsa

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  2. zwei Woche bin ich ohne sie
    und das spüre ich schon
    mehr als ich zugeben wollte

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  3. Das freut mich, dass Ihr Euch mit meinen Illusionen anfreundet.

    Liebe Grüße

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  4. @Miro, ist doch schön und gut so!

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