Mittwoch, 24. Juni 2009

Schreckenbekämpfung – (Boulevardskizzen 28)


Bild: Pierre Auguste Renoir, Claude Monet beim Zeitunglesen, 1872, (wikicommons.org)

Schreckenbekämpfung – (Boulevardskizzen 28)


Ob ich es wohl

Fertig bringe so lange

Ruhig zu bleiben,

Bis mich eine neue

Schreckensnachricht überrascht?


Ob es wohl hilft,

Wenn ich keine Zeitung mehr lese,

Und den Fernseher

Ausgeschaltet lasse,

Damit ich friedlicher

Leben kann?


Dass die

Elstern trotzdem schäkern,

Stört mich ja

Nicht wirklich.


5 Kommentare:

  1. Gut eingefangen, lieber Paul, dieses Hinterfragen und das Finden der Antwort.

    Ehrlich gesagt: Manchmal hilft es für kurze Zeit, einfach nur "dicht" zu machen. Aber dann reicht dir das Schäkern der Elstern nicht mehr und du liest und du hörst und.... du reagierst. Oder: Agierst sogar.

    Wirklich!

    E. aus Berlin

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  2. Herzlichen Dank liebe Elke.

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  3. Lieber Paul,

    es ist nahezu eine Gnade, dass wir Menschen fähig sind, zeitweilig die Nachrichten draußen zu halten, ja sogar lachen zu können über irgendwas. Trotz allem.

    Feines Gedicht dazu!

    Lieben Gruß
    Elsa

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  4. Nichts Schöneres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
    als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
    wenn hinten, weit in der Türkei,
    die Völker aufeinander schlagen"


    (das ist ehern, weil vom Altmeister..)

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  5. Lieben Dank für Eure Kommentare.

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