Sonntag, 14. Juni 2009

Schmetterling und Libelle


Bild: Winslow Homer, Die Schmetterlingsfängerin, 1878, (wikicommons.org)

Schmetterling und Libelle


„Sieh, ich tanze auf der Stelle“,

Sprach die falsche, die Libelle,

Und so sieht der Schmetterling

Auf die räuberische, kesse.

„Staune, weil ich dich gleich fresse,

Flatterhaftes, dummes Ding.“


Und der Falter flattert weiter,

Heute ist ihm einfach heiter:

„Will sie mich doch frech vernaschen!

Ich war früher eine Puppe,

Darum ist mir alles schnuppe,

Mich kann nichts mehr überraschen.“


4 Kommentare:

  1. Schön, diese Fabel.
    Gründe gibt es ja genug, dass einem manches schnuppe wird.

    Liebe Grüße
    Helmut

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  2. Danke für den Kommentar.

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  3. Lieber Paul, nach Abwesenheit hab ich alles aufgeholt und mich an deiner Poesie erfreut.
    Hier mein Schmetterling:

    schmetterlingskuss

    mit der wange fing
    ich deine blonde wimper ein

    auf schwarze seide
    in ein glas gelegt
    versüßte sie die tage

    ich nicke und lache:
    mir geht es gut
    aber ja


    später
    schüttle ich das tüchlein aus
    am fenster zum garten

    vom sommerflieder
    zwinkert die sonne


    Lieben Gruß
    ELsa

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  4. Herzlichen Dank für Dein Gedicht, das ich in einem eigenen Post veröffentliche.

    Liebe Grüße

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