Montag, 1. September 2008

Lärmende Stille


Bild: Peter Nicolai Arbo, Nott (das ist in der nordischen Mythologie die Nacht) reitet ihr Pferd Hrimfaxi, 19. Jh., (wikicommons.org)

Lärmende Stille


Das Licht ist spät,

Spät sind die Wände.

Der Nachtwind weht

Durch meine Hände,

Und ist so still.


Die Luft ist lau

Und wie der Stahl.

Der Nachtwind grau

Wie ein Fanal,

So lärmend still.


Der Straßenschacht

Ist leer und ruht.

Die graue Nacht

Bleibt unbeschuht,

So lodernd still.


3 Kommentare:

  1. Guten Morgen, Paul,

    die Stille ist nicht nur die Stille.
    Mitunter lärmt sie, die Stille.
    Und da es so ist, kann man Menschenlärm nicht gebrauchen... nicht mehr am Abend und erst recht nicht nachts.
    Und wenn im Morgengrauen die ersten Rolladen hochgezerrt (keine Ahnung, weshalb das immer so rigoros geschieht), die ersten Autotüren zugeschlagen (dito) und Motoren gestartet werden... dann bringt Nott wohl ihren Hrimfaxi in Sicherheit.
    Und ich radier' mir die Nacht aus dem Gesicht... verseh' es mit Farbe, als bräuchte ich Kriegsbemalung, um in den Tag zu ziehen...

    Dein Gedicht gefällt mir gut, es gibt Anstoß zu vielen Gedanken.
    Danke! Und einen schönen Start in die Woche.

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  2. und manchmal unterstreichen Schritte, die sich entfernen, die Stille der grauen Nacht. Ihnen nachzulauschen hat auch etwas für sich.
    Wieder ein wünderschönes Gedicht
    Gruß
    Barbara

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  3. Danke schön für die Kommentare, die die lärmende Stille wegfegen können, wenn sie auftaucht.

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