Donnerstag, 21. August 2008

Vermessen


Bild: Unbekannter französischer Meister, Vanitasdarstellung, um 1630, (wikicommons.org)

Vermessen


Du misst die Tage

Nach den kleinen Glückchen,

Störst dich an vielen Kleinigkeiten,

Und stellst die Frage,

Ob ´s vielleicht ein Stückchen

Nicht besser wär zu andern Zeiten.


Das fragst du. – Hast du denn vergessen,

Wie leicht es ist, sich zu vermessen?


5 Kommentare:

  1. Vermessen wäre es zu sagen
    Das Glück für uns zu ermessen
    Gelänge an allen Tagen
    Wir haben nie den Maßstab besessen
    Denn oft ist im Nachhinein
    Geglaubtes Glück nur ein Schein


    ..grüßt Monika und wünscht dir einen schönen Tag

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  2. Guten Morgen, Paul,
    das Bild und Deine Zeilen ergänzen sich wunderbar.

    Hab' mich schon oft gefragt, warum sich manche Menschen so in unwichtige Kleinigkeiten verbohren, ihr Leben davon beherrschen lassen. Müssen sie sich schließlich nicht unweigerlich fragen: Und das war alles?
    Und Du meinst, es gibt auch welche, die Zeiten in ihrem Leben gerne vertauschten/veränderten?
    Ich denke, man sollte immer zum Lernen - auch aus der Vergangenheit - bereit sein, aber ändern...? Mißachtete man darüber nicht die einzige Zeit die einem zur Verfügung steht: Die Gegenwart?

    LG

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  3. Liebe Monika,
    danke für Deine Zeilen. Es stimmt schon, meistens haben wir gar keinen Maßstab um unser Glück oder Unglück zu messen, aber müssen wir das überhaupt?

    Liebe Claudia,
    auch Dir recht lieben Dank. Es ist doch oft so, dass wir sagen "hätte ich" oder "wenn damals". Im besseren Fall sagen wir auch "ach, wie schön war doch". Und dabei legen wir oft Maßstäbe an, die nichts mit unserer Wirklichkeit zu tun haben.

    Ich grüße Euch ganz herzlich

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  4. Da lebe ich doch lieber im Einklang mit der Zeit


    In Einklang sein.
    Das Leben ist.
    Wer nur das Glück sucht,
    der vergisst, dass man
    das Leben leben muss.
    Es fließt, es strömt -
    gleich wie ein Fluss.
    Wir sind der Fisch,
    der mit ihm schwimmt,
    das Blatt, das er
    auch mit sich nimmt,
    umtost von Strudeln
    laut und hart.
    Der Fisch lässt
    sich treiben,
    genau so das Blatt -
    schwimmend und tanzend
    mit dem Fluss -
    in Einklang mit ihm,
    ist's Genuss.

    © Barbara Hauser


    Lieber Grüße
    Barbara

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  5. Liebe Barbara,

    herrliche Zeilen. Danke schön.

    Liebe Grüße

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