
Bild: Iwan Iwanowitsch Schischkin, Nahender Herbst, Studie, 1880, (zeno.org)
Ahnung von Herbst
Rötliche Sonne versteckt sich
Hinter fadenscheinigen
Gewitterwolken.
Dort,
Hinter den
Roten Beeren
Der Eberesche,
Blitzt es.
Bald
Werden sich die
Schwalben versammeln,
Und nicht mehr
Den Abendhimmel
Ausfliegen.
Mit meinen Augen
Streichle ich
Die grünen Blätter der Kastanien.
Kommentargedicht von sumuze
Wenn in der Wärme deiner Strahlen
die Kälte deines Abends glüht
die Blässe ungeborener Farben
ihr ungeduldig Lachen übt
dann kann ich schon dein Kommen ahnen
dann spüre ich die späten Narben
und herbstlich ist dein Licht getrübt
Copyright: Susanne Sarfatti
Das lässt mich an ein kleines Gespräch mit meinem Nachbarn denken. Der wortkarge alte Mann, ein Jugoslawienvertriebener, meinte: "Bei uns in der Heimat sagte man, am 15. August kann man die Pelzmütze hervorholen..."
AntwortenLöschenHeute haben wir den 15. August, und nach Sommer sieht es heute gar nicht aus.
... und auch Deine wunderschönen Zeilen passen hervorragend zu diesem Tag. LG
Das klingt sehr zart und achtsam, lieber Paul!
AntwortenLöschenBewusst den Sommer noch solange wahrnehmen, wie er uns gegeben..
..grüßt Monika
Liebe Claudia, liebe Monika,
AntwortenLöschenes freut mich, wennEuch dieses kleine Stimmungsbild gefallen hat.
Liebe Grüße
Mein Gefühl sagt mir, da kommen noch sommerliche Barfußabende!
AntwortenLöschenWenn in der Wärme deiner Strahlen
AntwortenLöschendie Kälte deines Abends glüht
die Blässe ungeborener Farben
ihr ungeduldig Lachen übt
dann kann ich schon dein Kommen ahnen
dann spüre ich die späten Narben
und herbstlich ist dein Licht getrübt
@björn: In Gedanken laufe ich immer barfuß.
AntwortenLöschen@susanne: Ein ganz wunderschönes Gedicht. Vielen Dank!